Wespen sind keine Bienen

Häufig werden Wespen für Bienen gehalten, obwohl es deutliche Unterscheidungsmerkmale zwischen beiden Gattungen gibt.

Unterscheidungsmerkmale

Eine der deutlichsten Unterscheidungsmerkmale zwischen Bienen und Wespen ist die Farbe. Wespen sind an ihren auffälligen schwarz-gelben Streifen gut zu erkenen. Bienen sind eher bräunlich, gräulich. Neben der Farbe gibt es viele weitere Details, die beide Gattungen voneinander unterscheiden.

Bienen haben einen behaarten Hinterleib, wogegen Wespen deutlich geringer behaart sind. Die Wespentaille stellt ein weiteres Merkmal dar, diese ist deutlich schmaler als bei Bienen.

Wespe @David Habluetzel

Wespen können durch ihre Gesichtszeichnungen in ihre einzelnen Arten unterteilt werden, Rassespezifische Muster in Gelb-Schwarz ermöglichen den Experten eine Bestimmung.

Wespen verfügen über beißende Mundwerkzeuge, mit deren Hilfe sie Insekten verspeisen oder sich ein Stück Wurst vom Frühstückstisch abholen. Mit diesen tierischen Proteinen füttern die sie ihre Nachkommen. Bienen dagegen verfügen über einen Saugrüssel, mit deren Hilfe sie Nektar und andere Flüssigkeiten aufnehmen und in ihrem Honigmagen zurück zum Bienenvolk transportieren können.

Deutsche Wespe @Egor Kamelev

Volksbildung

Einige Wespen- und Bienenarten bilden Völker, wobei die Honigbiene als Volk überwintert, wogegen bei Wespen nur die Königin den Winter überlebt und dann mit dem Aufbau eines neuen Volkes beginnt. Dieser Volksaufbau führt schon zu einem weiteren Unterscheidungsmerkmal, die Volksgröße: ein Bienenvolk kann gegen Anfang Mai ein Volksstaärke von ca-40.000 Bienen umfassen, wogegen zu diesem Zeitpunkt die Wespen-Populationen erst langsam zunehmen. Wespen erreichen erst im August pünktlich zur Pflaumenzeit ihren Höhepunkt mit ca. 7000 Tieren.

Biene @David Habluetzel

Die Honigbienen vermehren sich durch Schwärme, dies bedeutet, dass sich das Volk zwischen Ende April und Mitte Juli entscheidet sich zu vermehren. Dazu ziehen die Bienen Königinnen in ihrem Stock groß. Sobald diese Jungköniginnen ihr Puppenstadium erreicht haben, verlässt die Altkönigin mit der Hälfte ihres Volkes, auch als Bienenschwarm bezeichnet, den Bienenstock. Um eine neue Unterkunft zu suchen, sammeln sich die Bienen erstmal an einem Ort (Baum, Gebüsch oder Dachgiebel) um von dort aus ihre Kundschafter loszusenden, eine neue Bleibe zu suchen. Dies ist im Normalfall der Moment, wenn der Bienenschwarm von Hausbesitzer oder Mietern gesehen wird. Wenn dieser Schwarm sich sammelt oder weiterfliegt und je nach Größes des Schwarmes mehrere Zehntausend Bienen sich gemeinsam in der Luft befinden, ist dies ein spektakuläres Ereignis. Hiervor braucht man als Schaulustiger aber keine Angst zu haben, da ein Schwarm relativ harmlos ist. Die Bienen befinden sich nur auf der Durchreise und haben daher keine Besitztümer, die zu verteidigen sind.

Bienenschwarm an einem Ast @Chris Clark

Bienenschwarm einfangen, wir entfernen keine Wespennester

Falls sie einen Bienenschwarm bei sich am Haus oder Garten gesichtet haben, stehen wir ihnen als Imker gerne zur Seite, um den Schwarm einzufangen und damit einem neuen Imker auf die Welt zu helfe. Falls sie selber kein Interesse haben, sich als Imker zu versuchen, fangen wir den Schwarm und würden damit unsere eigenen Bestände ergänzen.

Wespenvölker entfernen wir als Imkerverein Mettmann nicht, wir haben keine Mitglieder die sich mit Wespen auskennen und diese entfernen. Wespen stehen unter Naturschutz und sollten daher nur von Fachleuten, die sich mit den einzelnen Wespenarten auskennen, umgesiedet oder entfernt werden. Wespen Nester bestehen aus Papier und wachsen mit der Zeit. Am Anfang sind diese relativ klein und wachsen bis in den Herbst rein. Weitere Infos zu Wespen finden sie hier.

Feldwespen Netz

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