Achtung: Asiatische Hornisse breitet sich rasant aus – Bitte um Ihre Mithilfe!

Liebe Bürgerinnen und Bürger,
die asiatische Hornisse – Vespa velutina –, ein invasives Insekt aus China, ist im rasanten Vormarsch in Deutschland. Zunächst angekommen in Südfrankreich, breitet sich diese Art explosionsartig in Deutschland aus.
Im Gegensatz zu heimischen Bienen und Hornissen, breitet sich die asiatische durch eine seltsame, bisher nicht bekannte Art in der Vermehrung aus. Im Herbst leben diese Tiere in großen Nestern in hohen Bäumen und können oft durch starkes Laub nicht gefunden werden. In dieser Zeit züchten die Hornissen bis zu 200–300 neue Königinnen und Drohnen. Letztere sind für die Befruchtung der Königinnen notwendig. Danach sterben die Arbeiterinnen und die Drohnen, übrig bleiben die neuen, jungen Königinnen. Diese schwärmen aus und suchen sich einzeln für den Winter Unterschlupf, z.B. in Mauerritzen, Erdlöchern usw.


Im Frühjahr, also jetzt, beginnen die Jungköniginnen neue, kleine Nester zu bauen. Bevorzugt in Bodennähe, in Garagen, Holzschuppen, Dachüberständen, Kinderspielplätzen. In diese Nester, die zunächst nicht größer sind als ein Tennisball, legt sie die Eier und gründet damit ein neues Volk. Sobald die ersten Hornissen geschlüpft sind, bauen sie das Nest bis Ende Juli aus bis zur Größe eines Fußballs. Danach verlassen sie das Nest gemeinsam und bauen in hohen Bäumen neue, große Nester, mit bis zu 1.000 Hornissen. Diese sind sehr gefräßig. Ein Hornissenvolk kann bis zu 11 kg Insekten vertilgen.
Leider sind Bienen eine ihrer Hauptnahrung. Da diese Hornissen sehr geschickte „Flieger“ sind, fangen sie Bienen, die von der Nektarsammlung abgekämpft zurückkehren, vor den Bienenkästen und töten und fressen diese. Viele Imker in Frankreich und im Saarland haben bereits aufgegeben, weil zu viele Bienenvölker Opfer der asiatischen Hornisse geworden sind. Große Bereiche von Obstplantagen wurden durch Hornissen-Fraß vernichtet, andere nicht bestäubt, da Bienen fehlen.


Die Imker bitten jetzt um Ihre Hilfe mit der Bitte um Aufmerksamkeit, um die jetzt entstehenden neuen Hornissen-Nester zu finden. Sollten Sie ein Nest erkennen, dann ist Vorsicht geboten. Bitte nicht selbständig versuchen das Nest zu beseitigen. Bei Annäherung ist die Hornisse sehr aggressiv und kann mit ihrem übergroßen Stachel Menschen, vor allem älteren oder Kindern, gefährlich werden. Die Hornisse hat noch eine weitere „Waffe“: Sie kann Gift bis zu einem Meter in Richtung vermeintlicher Gegner verspritzen.
Ein gefundenes Nest sollte, wenn möglich, fotografiert werden und danach Imkervereinen oder in anderen Meldeportalen mitgeteilt werden. Die Imker sind geschult, haben entsprechende Schutzanzüge und werden die Nester fachgerecht entfernen.

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit und Ihre Mithilfe zum Schutz unserer heimischen Natur und Bienenbestände.

Informationsblatt als PDF

http://www.imker-mettmann.de/wp-content/uploads/2026/05/Flyer-Hornisse-15.3.26-1.pdf

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